Siemens bestätigt Bericht über US-Verluste von ungefähr 9,1 Milliarden Schilling

19. November 2001, 12:33
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"Größenordnung stimmt in etwa" - Goodwill-Abschreibungen belasten US-Tochter - Weiter UMTS- Gespräche mit Vodafone

Die deutsche Siemens AG, München/Berlin, habe in den USA im Geschäftsjahr 2000/2001 (30. September) einen Verlust vor Steuern von 1,3 (Vorjahr 0,3) Milliarden DM - 665 Millionen Euro bzw. 9,15 Milliarden Schilling - eingefahren. Mit dieser Aussage bestätigte am Montag ein Unternehmenssprecher grundsätzlich einen diesbezüglichen Medienbericht. "Wir wollen nicht in Abrede stellen, dass die Größenordnung in etwa zutreffend ist".

Bilanz-Pressekonferenz

Nach seinen Worten haben unter anderem Goodwill-Abschreibungen die Ertragslage der US-Holding Siemens Corp belastet. Genauere Angaben dazu werde der Technologiekonzern am 6. Dezember im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz machen.

Gerspräche mit Vodafone

Siemens hatte am vergangenen Mittwoch bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr im Konzern einen Ertragseinbruch von 2,1 (8,7) Milliarden Euro - (28,9 Milliarden Schilling gemeldet. Der Siemens-Sprecher bekräftigte zudem, dass es weiterhin Gespräche mit dem Netzbetreiber Vodafone über UMTS-Mobiltelefone gebe. Damit wies der Technologiekonzern einen anders lautenden Bericht eines Magazins zurück. "Der Spiegel" hatte gemeldet, dass Vodafone beim Start von UMTS nach derzeitiger Planung hauptsächlich auf andere Handyhersteller zurückgreifen werde.

Kernlieferanten

Nach wochenlangen Verhandlungen habe sich Vodafone laut Spiegel inzwischen auf drei so genannte Kernlieferanten festgelegt: Nokia Oy, Motorola Inc und Panasonic. Bei der Telekom-Tochter T-Mobile sei Siemens neben Nokia, Motorola und Samsung Electronics Co, Seoul, dagegen noch in der engeren Wahl, hieß es weiter. (APA)

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