Präsidentenwahl in Südossetien wird von Georgien nicht anerkannt

19. November 2001, 12:15
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Geschäftsmann Koslow erhielt die meisten Stimmen

Zchinwali - Bei den von den georgischen Behörden als illegal betrachteten Präsidentenwahlen in Südossetien hat am Sonntag keiner der fünf Bewerber die erforderliche Stimmenzahl erhalten. Nach den am Montag vorliegenden Auszählungsergebnissen hat der Geschäftsmann Eduard Koslow (38) mit über 40 Prozent den ersten Platz belegt. Der kommunistische Parlamentsvorsitzende Stanislaw Kotschijew steht mit 25 Prozent an zweiter Stelle. Die beiden stimmenstärksten Kandidaten werden Anfang Dezember zur Stichwahl antreten.

Amtsinhaber Ludwig Tschibirow (69), der 1996 gewählt wurde, schied im ersten Durchgang mit weniger als 20 Prozent der Stimmen aus dem Rennen. Die georgischen Behörden haben wiederholt erklärt, dass sie die Wahl in Südossetien nicht anerkennen, solange der ethnische Konflikt nicht geregelt sei und alle Flüchtlinge nicht in die Zchinwali-Region zurückgeführt seien. Südossetien war 1920 zu Georgien gekommen, Nordossetien (Alanien) gehört zu Russland. Der frühere georgische Präsident Swiad Gamsachurdia hatte 1990 den Autonomiestatus Südossetiens aufgehoben und damit einen verlustreichen Bürgerkrieg ausgelöst. (APA/ITAR-TASS)

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