Nur langsame Erholung im internationalen Flugverkehr

19. November 2001, 11:52
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Nordatlantikverkehr seit Anschlägen um ein Drittel geschrumpft

Wien - Auch zwei Monate nach den Terror-Anschlägen auf die USA liegen die Verkehrsziffern gegenüber dem Vorjahr deutlich im Minus. Eine aktuelle Wochenstatistik des Europäischen Luftfahrtverbands AEA zeigt allerdings wieder eine langsame Annäherung an die Niveaus des Standes vor zwölf Monaten, insbesondere in Europa. Zusätzlich zu ihren monatlichen Übersichten veröffentlicht die AEA bis auf weiteres auch wöchentliche Verkehrsdaten, um die Folgen der Terroranschläge deutlich zu machen.

Der gesamte internationale Flugverkehr aus Europa lag Anfang November gegenüber dem Vorjahr noch mehr als 15 Prozent im Minus. Insgesamt ist der Verkehr der AEA-Gesellschaften, wozu alle großen europäischen Airlines wie auch die Austrian Airlines (AUA) zählen, seit den Anschlägen um knapp 19 Prozent eingebrochen. Am stärksten getroffen wurde naturgemäß der Luftverkehr über dem Nordatlantik, die Rückgänge beliefen sich bisher auf insgesamt mehr als ein Drittel.

Normalisierung in Europa

Im Europa-Verkehr ist die Normalisierung am weitesten fortgeschritten: Anfang November lag das Passagieraufkommen nur noch 6,7 Prozent unter den Vorjahreswerten. Während es im Nordatlantikverkehr - nicht zuletzt wegen der tagelangen Sperre des US-Luftraums - in der Woche der Anschläge mit einem Minus von 58 Prozent zu einem scharfen Knick nach unten kam, fielen die Rückgänge in Europa schrittweise aus. Das Passagierminus im Europaverkehr wurde von Woche zu Woche stärker, lag aber nie über 15 Prozent. Erst seit Anfang November ist wieder eine Verbesserung erkennbar. Seit dem 11. September liegt das Passagieraufkommen in Europa um 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Im Fernost-Verkehr kam es unmittelbar nach den Anschlägen zu einem Passagierminus zwischen 8 und 9 Prozent, erst in den Folgewochen vergrößerte sich die Differenz dann auf knapp ein Viertel. Seit Anfang November ist hier ebenfalls eine Verbesserung festzustellen. Insgesamt verzeichnen die AEA-Airlines auf diesen Routen um 17,2 Prozent weniger Fluggäste. (APA)

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