Deutsche Großbanken fangen SchmidtBank auf

19. November 2001, 11:02
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Berlin/Hof/Saale - Die deutschen Großbanken wollen die finanziell angeschlagene SchmidtBank (Hof/Saale) auffangen. Die Familie Schmidt werde als Hauptaktionär des 173 Jahre alten Traditionshauses ihre Anteile von 65 Prozent an eine Auffanggesellschaft abgeben, teilte der Bundesverband deutscher Banken am Sonntag in Berlin mit. Diese werde eine Neustrukturierung des Privatbankhauses durchführen. Das Bankengeschäft laufe uneingeschränkt weiter. Die SchmidtBank wollte sich zunächst nicht dazu äußern.

Träger der Gesellschaft seien die HypoVereinsbank, die Commerzbank, die Deutsche Bank und die Dresdner Bank. Auch öffentliche Banken würden sich unter Federführung der Bayerischen Landesbank-Girozentrale beteiligen. An den notwendigen Maßnahmen beteilige sich auch der Einlagensicherungsfonds deutscher Banken. Für die Einlagen habe zu keiner Zeit ein Risiko bestanden. Das Bankgeschäft werde weiter uneingeschränkt laufen, hieß es weiter. Über die tatsächliche wirtschaftliche Situation der SchmidtBank machte der Bundesverband deutscher Banken trotz Anfrage keine Angaben. Bisher war von einem Wertberichtigungsbedarf von 400 Mill. Euro ausgegangen worden. (APA/dpa)

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