Bist du a typisch?

19. November 2001, 10:47
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AK und ÖGB laden zu Enquete über Beschäftigungsformen

Seit den 70er Jahren nimmt atypische Beschäftigung europaweit massiv zu. Gemeint sind Beschäftigungsformen wie Teilzeit- und Leiharbeit, geringfügige oder befristete Beschäftigung, Tele- und Heimarbeit, Arbeit auf Abruf sowie Scheinselbständigkeit. Diese Formen der Beschäftigung weichen vom Normalarbeitsverhältnis in Hinblick auf Dauer und/oder Durchgängigkeit, seine arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, sowie die soziale und in nicht unbeträchtlichem Ausmaß existentielle Absicherung ab.

Bereits etwa ein Drittel aller Beschäftigungsverhältnisse ist atypisch. Dabei nehmen die prekären Arbeitsverhältnisse (das sind solche, die keinen ausreichenden arbeits- und sozialrechtlichen und damit existenssichernden Schutz bieten) in dieser atypischen Gruppe der Beschäftigungsverhältnisse zu. Und gerade in diesem prekären Segment arbeiten vornehmlich Frauen.

Die Ausbreitung dieser Arbeitsformen geht mit der Globalisierung der Wirtschaft und dadurch hervorgerufener Umstrukturierungsprozesse Hand in Hand. Zwar geht dieser Trend in den europäischen Ländern in unterschiedlicher Geschwindigkeit vor sich, aber er ist unumkehrbar. Bei dieser Veranstaltung geht es um die Sensibilisierung für die Zusammenhänge zwischen Globalisierung, Umstrukturierungen, atypischen Beschäftigungsverhältnissen und der Auswirkungen auf Frauen.

Es soll bei dieser Veranstaltung neben Vorträgen und Diskussionen mit den Methoden des Theaters der Unterdrückten nach Augusto Boal gearbeitet werden. Der Tag wird vom Sog.Theater begleitet.

Programm

  • 9.00 - 9.15 Uhr Atypischer Einstieg
    Sog.Theater

  • 9.15.- 9.30 Uhr Begrüßung und Einleitung
    Herbert Tumpel
    Präsident der AK Wien
    Renate Csörgits
    Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin des ÖGB

  • 9.30 - 11.00 Uhr Forumtheater
    Aufführung des mit BetriebsrätInnen am Vortag erarbeiteten Stückes
    Margarete Meixner
    Sog.Theater

  • 11.00 - 11.30 Uhr Pause

  • 11.30 - 12.13 Uhr Überblick über die Situation der atypisch Beschäftigten
    Elisabeth Rolzhauser
    Leiterin des Referates Sozialkontakte des ÖGB

    Diskussion

  • 12.30 - 13.30 Uhr Mittagsbuffet

  • 13.30 - 13.45 Uhr Einstieg
    Margarete Meixner
    Sog.Theater

  • 13.45 - 14.30 Uhr Atypische Beschäftigungsverhältnisse und Frauen. Internationale Trends und sozialstaatliche Herausforderungen
    Emmerich Talos
    Uni Wien

  • 14.30 - 16.00 Uhr Moderierte Arbeitsgruppen

  • 16.00 - 16.30 Uhr Präsentation im Plenum

  • 16.30 - 17.00 Uhr Zusammenfassende Stellungnahme für AK u ÖGB
    Roswitha Bachner
    Leitende Sekretärin des ÖGB

    Ab 17.00 Uhr Ausklang (chill-out-cocktail und informeller Austausch)

    Die Veranstaltung wird von der Europäischen Kommission, GD für Beschäftigung und Soziale Angelegenheiten gefördert und von der BAWAG unterstützt.
    (red)

  • Dienstag, den 20.11.2001
    Hochholzerhof - BAWAG
    Seitzergasse 2-4
    1010 Wien
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