Drogenschmuggel aus Afghanistan nach Terroranschlägen deutlich zugenommen

19. November 2001, 13:12
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UNO-Behörde: Nordallianz größter Opiumproduzent

Duschanbe - Seit den Terroranschlägen in den USA vom 11. September hat der Drogenschmuggel in Afghanistan nach russischen Informationen deutlich zugenommen. Seit Anfang September seien insgesamt rund 1,2 Tonnen Rauschgift an der Grenze zu Tadschikistan beschlagnahmt worden, darunter etwa 750 Kilogramm Heroin, sagte ein Sprecher der russischen GUS-Grenzwächter am Montag in Duschanbe.

Die tadschikische Anti-Drogen-Behörde bestätigte, seit den Terroranschlägen in den USA seien wesentlich mehr Drogen aus Afghanistan konfisziert worden. In Kriegszeiten werde mehr Geld gebraucht, und "Drogen sind Geld", sagte ein Behördensprecher. Zudem seien die Grenzkontrollen wesentlich verschärft worden, so dass mehr Schmuggler aufgeflogen seien.

Die UNO-Drogenkontrollbehörde (INCB) hatte unlängst vor der Ausweitung der Drogenproduktion durch die afghanische Nordallianz gewarnt. 1999 hatte Afghanistan eine Rekordproduktion von 4600 Tonnen Opium. Dann gelang es den Taliban-Milizen nach UNO-Angaben, den Opiumanbau drastisch zu reduzieren. Nach Angaben von INCB ist die Nordallianz mittlerweile der größte Drogenproduzent in Afghanistan. (APA

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