BBC: Entsendung weiterer 6.000 Briten verschoben

19. November 2001, 10:42
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Großbritannien: Kooperation mit Nordallianz "unerwartet schlecht"

London - Großbritannien hat nach Informationen der BBC seine Pläne verschoben, 6000 weitere Soldaten nach Afghanistan zu entsenden. Der Grund dafür sei, dass der am Donnerstag angekommene erste Stoßtrupp der Briten "ernüchternde" Berichte nach Hause geschickt habe, berichtete der Sender am Montag. Die Zusammenarbeit mit der Nordallianz verläuft demnach "unerwartet schlecht". Der Stoßtrupp von "Royal Marines" ist auf dem ehemaligen sowjetischen Luftstützpunkt Baghram nördlich von Kabul stationiert.

Die britische Regierung und der amtierende afghanische Präsident Burhanuddin Rabbani hatten am Sonntag Berichte zurückgewiesen, wonach Mitglieder der Nordallianz die britischen Soldaten zum Verlassen von Baghram aufgefordert haben sollen. Am Samstag hatte es geheißen, die Nordallianz habe London aufgefordert, die meisten der am Donnerstag in Baghram gelandeten hundert Elite-Soldaten wieder abzuziehen. Es sei beschlossen worden, dass nur 15 von ihnen für humanitäre Aufgaben auf dem Stützpunkt bleiben dürften. Außenminister Abdullah Abdullah habe darüber mit seinem britischen Kollegen Jack Straw gesprochen. Der Sieg über die Taliban mache die Präsenz ausländischer Truppen in Afghanistan überflüssig, hatte Verteidigungsminister General Mohammed Fahim gemeint. (APA/dpa)

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