Flaschenpfand: Rechnen mit Centbeträgen

18. November 2001, 20:32
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Automatische Umrechnung

Wien - "Es wird automatisch umgerechnet." Nach Ansicht von Nicole Berkmann, Sprecherin von Spar Österreich, sollte es für Kunden keine Umstände am Flaschenautomaten geben, wenn sie das Leergut zurücktragen.

Ab Stichtag 2. 1. 2002 (erster Werktag nach dem Jahreswechsel) wird der Bon am Automat einfach mit dem Eurobetrag ausgespuckt, die Kassen in den Filialen seien schon entsprechend programmiert, dass der neue Betrag erkannt werde. Die aus der Umrechnung resultierenden "unrunden" Europreise sollten Konsumenten also nicht stören, da sie ohnehin mit dem Einkauf an der Kassa gegenverrechnet werden. Die Leergutpreise, die zwischen der Getränkeindustrie und dem Handel vereinbart wurden: Ab der Währungsumstellung wird zum Beispiel bei einer 0,5-l-Flasche Bier neun Cent Pfand berechnet (bisher 1,20 Schilling), bei einem leeren Bierkasten drei Euro, ein inklusive Flaschen zurückgebrachter schlägt mit vier Euro und 80 Cent zu Buche. Diese Preise gelten als Empfehlung, es ist zwischen Händler und Industrie möglich, eigene Preise festzulegen. Als einziger Pfandbetrag amtlich verordnet ist aus Umweltschutzgründen jener der wiederverwendbaren PET-Flasche (Limonade 1,5 l): Sie wird mit 29 Cent berechnet.

Das Einlösen der Flaschenbons ist zumeist unbegrenzt möglich. Jedoch werden etwa Spar-Kunden angehalten, den Bon innerhalb von 90 Tagen bei der Kasse abzugeben - "aber 90 Prozent der Einkäufer geben ihn ohnehin sofort wieder ab", ist man dort mit den Kunden zufrieden. (aw)

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