Kräftige Expansion in Bosnien

18. November 2001, 20:07
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Volksbanken-Tochter bereits nach 15 Monaten erstmals mit positivem Ergebnis

Wien - Die Volksbanken-Tochter in Bosnien-Herzegowina, die im Juli vorigen Jahres als erstes westliches Geldinstitut in diesem Land gestartet war, hatte bisher eine kräftige Expansion zu verzeichnen und will bereits im kommenden Jahr in die Gewinnzone vorstoßen. "Wir haben im Oktober dieses Jahres erstmals ein positives Ergebnis geschrieben", freute sich der Vorstandsvorsitzende des Instituts, Peter Setzer, 63, der den Schwerpunkt der Aufbauarbeit leistete und sich Ende dieses Jahres in den Ruhestand zurückziehen wird.

Die Bank, die mit 33 Mitarbeitern in Sarajevo begann, hat in der bosnischen Hauptstadt inzwischen eine Zweigstelle eröffnet und beschäftigt derzeit 78 Leute. Anfang kommenden Jahres soll eine Filiale in Mostar eröffnet werden, womit der Belegschaftsstand auf 90 Mitarbeiter steigen wird. Auch in Bihac und Tuzla sind Niederlassungen geplant.

Die Bilanzsumme des Instituts, die Ende vorigen Jahres umgerechnet knapp 290 Mio. Schilling erreichte, soll bis Jahresende auf über 900 Mio. Schilling anwachsen.

Setzer wies darauf hin, dass sich bisher vor allem das Privatkundengeschäft hervorragend entwickelt hat. Die Bank verfüge bereits über mehr als 12.000 Privatkunden, deren Spareinlagen seit Jahresbeginn um 154 Prozent auf knapp 340 Mio. Schilling angewachsen seien. Landesweit liege die Volksbanken-Tochter damit an vierter Stelle aller Geldinstitute.

Das Firmenkundengeschäft mit derzeit 800 Kunden habe dagegen die Erwartungen bisher noch nicht ganz erfüllt, sagte Setzer. Als Grund dafür nannte er vor allem den Mangel an Joint Ventures und ausländischen Kreditkunden. Und die Kreditvergabe an lokale Unternehmen sei deshalb besonders heikel, weil Firmendaten kaum überprüfbar seien. (Günter Baburek, er Standard, Printausgabe, 19.11.2001)

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