Österreicher prellen EU im Jahr angeblich um 112 Millionen Schilling

18. November 2001, 17:46
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Nach OLAF-Bericht 44 Fälle von EU-Subventionsbetrug in Österreich anhängig

Wien - Die Österreicher prellen die Europäische Union (EU) im Jahr um 112 Mill. S (8,14 Mill. Euro), berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" unter Berufung auf den aktuellen internen Bericht der EU-Betrugseinheit OLAF.

Die Summen ergeben sich aus drei großen Bereichen: Betrugsfälle und Unregelmäßigkeiten im Zoll- und Antidumpingbereich: 73 Fälle im Gesamtwert von 87 Mill. S. Hierbei handelt es sich großteils um Zigarettenschmuggel und der Umgehung von sogenannten "Kontigentierungen" und Schutzzöllen bei Warenlieferungen, aber auch um den Schmuggel von seltenen Stoffen und Tieren.

Beim sogenannten klassischen Subventionsbetrug sind 44 Fälle im Gesamtwert von 18 Mill. S anhängig. Hier haben Firmen versucht, aus Geldtöpfen der EU wie dem Sozial- oder dem Strukturfonds Mittel zu lukrieren, ohne die entsprechenden Leistungen zu erbringen. Der Subventionsbetrug im landwirtschaftlichen Bereich schlägt mit 52 Fällen im Gesamtwert von rund 7,4 Mill. S zu Buche. Hier kassierten landwirtschaftliche Betriebe in Österreich zu Unrecht Prämien für Betriebsstillegungen oder geförderte Anbauflächen. (APA)

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