Erbsen - die Fülle in der Hülle

29. März 2006, 12:03
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Bohnen, Linsen, Erbsen fristen ein Schattendasein in Küchen. Sie gelten als schwer verdaulich, als Arme-Leute-Essen und als Dickmacher und sogar Prinzessinnen hatten ihr Leid mit ihnen

Völlig zu Unrecht haben Hülsenfrüchte ein schlechtes Image, sie besitzen ein Maximum an Nährstoffen und ein Minimum an Fett. Hülsenfrüchte, also getrocknete Erbsen, Linsen, Bohnen haben den höchsten Eiweißgehalt aller pflanzlichen Lebensmittel, strotzen vor Vitaminen und anderen Nährstoffen, die unser Körper täglich braucht.

Inhaltsstoffe

Die ausgereiften, getrockneten Erbsen haben einen wesentlich höheren Eiweiß- und Kohlenhydratgehalt als die grünen Samen. Sie enthalten lediglich um die 5 % Eiweiß und ca.
10 % Kohlenhydrate. Erbsen liefern darüber hinaus viel Vitamin B1, Ballaststoffe und Mineralien.

Steinzeit - Erbsenzeit

Erbsen wurden wahrscheinlich bereits in der Steinzeit angebaut. Als älteste Kulturpflanzen sind sie gleichzeitig die kleinste naturbelassene "Konserve" der Welt - ihre Haut schützt die wertvollen Inhaltsstoffe wie das Blech den Doseninhalt.

Die noch unreifen grünen Erbsen werden mit der sogenannten Zuckerschote geerntet und im Juni und Juli frisch angeboten. Erbsen mit Schote sollten möglichst noch am Erntetag verzehrt werden, da sie schnell an Geschmack verlieren. Aus diesem Grund wird der Großteil der Erbsen direkt nach der Ernte eingefroren, das verhindert Geschmackseinbußen oder sie werden in Dosen konserviert. Die reifen gelben oder graugrünen Samen eigenen sich für Eintöpfe, Brei oder gemahlen als Suppengrundlage wie beispielsweise Erbswurst.

Die Prinzessin auf der Erbse

Vielleicht tragen auch Märchen ein wenig zum unpopulären Image bei: Schon Aschenputtel musste zur Strafe Linsen verlesen, "die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen", eine einzige Erbse brachte eine Prinzessin um ihren Schlaf und schließlich ist jedes "Böhnchen mit einem Tönchen" verbunden. Werden Sie richtig zubereitet, kann man sich "Das-Wind-darum-Machen" fast schenken:

Zwar enthalten Hülsenfrüchte bestimmte Kohlenhydrate, für die der menschliche Organismus keine Verdauungsenzyme besitzt. Dadurch entstehen die gefürchteten Blähungen. Diesen kann man jedoch durch Beigabe von Gewürzen wie Ingwer, Kümmel, Fenchel, Koriander, Majoran, Liebstöckel, Bohnenkraut, Thymian, Rosmarin und sogar Senf vorbeugen. Man kann sie dem Kochwasser von Anfang an zusetzen.
(red)

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