Bayrische Edeka übernimmt 75 Prozent an Adeg

18. November 2001, 17:13
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Erwin Wichtl bleibt, Winfried Väth zweiter Mann

Wien - Die bayrische Lebensmittelkette Edeka übernimmt 75 Prozent an Österreichs drittgrößtem Lebensmittelhändler Adeg. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" in seiner Montags-Ausgabe. Die Verträge sollen bei einer Eigentümer-Sitzung am Montag in der Adeg West-Zentrale in Salzburg Bergheim unterschrieben werden.

"Wir haben eine Einigung gefunden, die mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit diese Woche auch formal beschlossen wird. Es geht uns darum, klare Verhältnisse zu schaffen, um die Adeg auch für die Zukunft als starken Player am österreichischen Lebensmittelhandel zu etablieren", erklärte Aufsichtsratvorsitzender Herbert Hubmann. Nun könne verstärkt im Bereich der Großflächen expandiert werden.

Bisherige Regelung nicht zielführend

Die bisherige Regelung - die österreichische Adeg-Genossenschaft und die Edeka hielten je 50 Prozent an der Adeg AG - sei nicht zielführend gewesen, weil damit die Entscheidungsstrukturen zu unklar gewesen seien.

Adeg-Geschäftsführer Erwin Wichtl soll nach aktuellem Planungsstand weiter im Amt bleiben. Die Edeka baue allerdings als starken Mann neben ihm den Deutschen Winfried Väth auf, der die Brücke zwischen der Adeg-Zentrale und den Bayern bilden soll. Väth sei seit längerem in der Adeg-Zentrale mit beratenden Tätigkeiten betraut. Seine Hauptaufgabe sei es, Großflächen wie die Magnet-Märkte in die Gewinnzone zu führen.

Die Adeg setzte im Jahr 2000 mit ihren 725 zum Teil eigenen und zum Teil von selbständigen Kaufleuten geführten Standorten nach 10,49 Mrd. S 1999 nun 11,33 Mrd. S um. Den Bankverbindlichkeiten von 1,8 Mrd. S stehen, stille Reserven nicht mitgerechnet, Aktiva in gleicher Höhe gegenüber. Die Cash Cows der Firma, die C + C-Märkte, sollen nach massiven Investitionen heuer wieder Gewinne in zweistelliger Millionenhöhe abwerfen. (APA)

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