Proteste bei der Jahrestagung von IWF und Weltbank

18. November 2001, 12:35
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Tausende demonstrieren gegen US-Angriffe und Globalisierung

Ottawa - Am Rande der Jahrestagungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank haben in der kanadischen Hauptstadt Ottawa bis zu 4.000 Menschen gegen die US-Angriffe auf Afghanistan und die Globalisierung der Weltwirtschaft protestiert. Einige Demonstranten verbrannten US-Flaggen. Die Demonstranten forderten in Sprechchören einen Schuldenerlass für arme Staaten und verurteilten die von den USA als Bekämpfung des internationalen Terrorismus bezeichneten Angriffe in Afghanistan. Die Polizei setzte vereinzelt Tränengas und Gummi ummantelte Metallgeschosse ein. Mindestens 32 Personen wurden festgenommen.

In Ottawa wurden am Wochende die Jahrestagungen des IWF und der Weltbank nachgeholt, die Ende September nach den Anschlägen in den USA abgesagt worden waren. Bei vergangenen Treffen der Organisationen war es zu schweren Ausschreitungen von Globalisierungsgegnern gekommen. Diese werfen dem IWF und der Weltbank unter anderem vor, sie förderten eine Ausbeutung armer Staaten durch die reichen Industrieländer. Die Proteste ereigneten sich auch vor dem Hintergrund eines Treffens der G-20-Staaten, in der führende Industrieländer, Russland und China sowie Schwellenländer wie Brasilien, Indien und Argentinien organisiert sind, das an die Tagungen des IWF und der Weltbank anschließt. (APA/dpa)

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