Fusion von Wind und Infostrada besiegelt

18. November 2001, 09:45
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France Telecom erwägt Rückzug aus Italien

Die Aktionäre des italienischen Festnetzbetreibers Infostrada und des drittgrößten italienischen Mobilfunk-Unternehmens Wind haben am Freitag grünes Licht für die Fusion der beiden Konzerne gegeben. Die neue Gesellschaft Nuova Wind, die insgesamt 22,5 Millionen Kunden unter Vertrag hat, wird vom italienischen Stromversorger und Ex-Monopolisten Enel kontrolliert.

Die neue Gruppe könnte bereits im ersten Quartal 2002 an die Mailänder Börse gehen. "Wir werden ein 20- bis 30-prozentiges Aktienpaket an die Börse bringen", sagte Enel-Chef Chicco Testa am Freitag.

Nach der Fusion ist Enel zu 73,3 Prozent an Wind beteiligt. Den Rest hält France Telecom, die eine Option auf eine Erhöhung ihrer Beteiligung auf 32,5 Prozent hat. Mediengerüchten zufolge erwägt France Telecom jedoch einen Rückzug aus Wind.

Nach Angaben des italienischen Wirtschaftsmagazin "Il Mondo" ist France Telecom am Erwerb der 27 Prozent-Beteiligung interessiert, die Telecom Italia (TI) an der französischen Telekom-Gruppe Auna hält und im Rahmen des TI-Schuldenabbau-Programms verkauft werden soll. Daher sei France Telecom entschlossen, sich von Wind zu trennen, berichtete "Il Mondo" weiter. (APA)

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