Berlusconi konnte sich neuerlich des Korruptionsverdachts entledigen

17. November 2001, 21:34
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Kassation bestätigte Urteil des Berufungsgerichts: Freispruch

Rom - Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist am Samstag vom römischen Kassationsgericht, der dritten und letzten Instanz im italienischen Strafsystem, von der Anklage der Korruption freigesprochen worden. Dies berichtete der staatliche italienische Fernsehsender RAI. Berlusconi war bereits in zweiter Instanz wegen Verjährung des Vergehens freigesprochen worden, die Mailänder Staatsanwälte hatten jedoch dagegen Einspruch erhoben.

Auch Berlusconi hatte Einspruch eingereicht, da er den vollen Freispruch und nicht nur einen wegen Verjährung des Vergehens gefordert hatte. Das Kassationsgericht lehnte jedoch seinen Antrag zurück und bestätigte den Beschluss des Mailänder Berufungsgerichts.

Die Mailänder Ermittler gingen davon aus, dass der Medienunternehmer, der seit sechs Monaten Ministerpräsident in Italien ist, beim Rechtsstreit mit dem damaligen Olivetti-Chef Carlo De Benedetti um die Kontrolle des Mondadori-Verlages in den Jahren 1990 und 1991 die Römer Justiz bestochen haben soll. Wegen dieses Vorwurfs läuft ein Prozess gegen Berlusconis Ex-Rechtsanwalt und Ex-Verteidigungsminister Cesare Previti. (APA)

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