USAID: Hungersnot kann abgewendet werden

17. November 2001, 16:51
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7 Millionen Menschen vom Hunger bedroht

Almaty - Eine Hungersnot in Afghanistan und Tadschikistan kann nach Einschätzung der staatlichen amerikanischen Hilfsorganisation USAID abgewendet werden. Der USAID-Direktor Andrew Natsios äußerte sich zum Abschluss einer Erkundungreise durch sechs Länder Zentralasiens am Samstag in der kasachischen Stadt Almaty optimistisch. "Wir müssen 55 000 Tonnen Lebensmittel im Monat nach Afghanistan bringen, und ich bin jetzt zuversichtlich, dass wir das schaffen und die Hungersnot verhindern", sagte er.

In Afghanistan seien nach zweijähriger Dürre und dem Krieg etwa sieben Millionen Menschen vom Hunger bedroht. Doch Hilfslieferungen aus den vier Nachbarländern Iran, Turkmenien, Usbekistan und Tadschikistan seien angelaufen, sagte Natsios. Er habe diese Länder gebeten, die Abfertigung der Transporte zu erleichtern.

Der USAID-Chef hatte am Donnerstag für zwei Stunden auch den Ort Chodscha Bahauddin in Nordafghanistan, das Hauptquartier der Nordallianz, besucht. Er war der ranghöchste US-Beamte, der Afghanistan seit der sowjetischen Invasion 1979 besuchte.

Natsios trat auch dafür ein, die ebenfalls vom Hunger bedrohten Menschen im Süden Tadschikistans mit Lebensmitteln zu versorgen. In Kasachstan wollen die USA für sechs Millionen US-Dollar (6,7 Millionen Euro/ 92 Millionen Schilling) Getreide kaufen, das ebenfalls nach Afghanistan gebracht werden soll. (APA/dpa)

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