St. Petersburg: Elf "Kursk"-Matrosen beerdigt

17. November 2001, 17:31
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Untergang noch nicht vollständig aufgeklärt

Moskau - Elf Matrosen aus dem gesunkenen russischen Atom-U- Boot "Kursk" sind am Samstag in St. Petersburg mit militärischen Ehren beerdigt worden. "Wir nehmen heute Abschied von den Helden, die durch die Tragödie in der Barentssee im August vergangenen Jahres aus dem Leben geschieden sind", sagte der Vizebefehlshaber der russischen Marine, Admiral Michail Sacharenko, bei der Zeremonie. "Unermessliches Leid ist über die Mütter, Väter, Frauen und Kinder der U-Boot-Besatzung gekommen", ergänzte er.

Beim noch immer nicht vollständig aufgeklärten Untergang der "Kursk" waren alle 118 Mann an Bord ums Leben gekommen. Taucher bargen im vergangenen Herbst in der Barentssee zwölf Leichen. Weitere 57 tote Seeleute wurden seit der Hebung des Wracks Anfang Oktober gefunden. Sie wurden nach der Identifizierung zur Beerdigung in ihre über ganz Russland verteilten Heimatorte gebracht.

Der Kommandeur der "Kursk"-Bergung, Vizeadmiral Michail Mozak, bekräftigte in der Zeitung "Iswestija", beim Untergang sei ein ausländisches U-Boot in der Nähe gewesen. Der für die staatliche Untersuchung zuständige Vizeregierungschef Ilja Klebanow sagte dagegen in Moskau, es gebe nur indirekte Hinweise auf eine Kollision der "Kursk" mit einem "fremden Objekt", aber keine direkten Beweise. Westliche Experten gehen davon aus, dass ein defekter Torpedo beim Abschuss vorzeitig explodiert ist und den Untergang des hochmodernen U-Bootes ausgelöst hat. (APA/dpa)

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