Servermarkt in Europa um 21 Prozent zurückgegangen

17. November 2001, 13:45
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Compaq baute im dritten Quartal die Marktführerschaft in Westeuropa aus

Die Serverproduzenten haben im dritten Quartal am westeuropäischen Markt neuerlich deutliche Rückgänge hinnehmen müssen. Die Umsätze sind gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent auf 3,26 Mrd. Dollar geschrumpft, die Zahl der ausgelieferten Geräte ging um sieben Prozent zurück, heißt es in einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner Dataquest. Auch im Vergleich zu den vorangegangenen beiden Quartalen dieses Jahres wurden weniger Server ausgeliefert.

Compaq an der Spitze

Unangefochtener Marktführer in Westeuropa ist Compaq Computer. In Westeuropa rangiert das Unternehmen mit 80.740 im dritten Quartal ausgelieferten Servern und einem Marktanteil von 33 Prozent (Q3 2000: 32 Prozent) vor IBM (18 Prozent), Dell (14 Prozent), Hewlett-Packard (12 Prozent), Fujitsu Siemens (acht Prozent) und Sun Microsystems (fünf Prozent).

In Deutschland führt Compaq mit einem Marktanteil von 27 Prozent (14.880 Stück) vor Fujitsu Siemens (18 Prozent/ 10.030 Stück), Hewlett-Packard (16 Prozent/ 8.580 Stück) sowie IBM (14 Prozent/ 7.750 Stück). Dell hat in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr kräftig zugelegt und rangiert mit einer Absatzverdoppelung auf 4.520 Stück und einem Marktanteil von acht Prozent auf Platz 5.

Dell mit Wachstum

Dell war auch europaweit der einzige große Serverhersteller, der im Jahresvergleich wachsen konnte. Das Unternehmen lieferte mit 35.430 Geräten um 25 Prozent mehr Server aus und steigerte den Marktanteil von elf auf 14 Prozent. Die größten Einbußen musste Sun Microsystems mit einer Halbierung der Absätze auf 11.460 Stück hinnehmen. Auch der Marktanteil ging europaweit von fünf auf acht Prozent zurück.

Im Ländervergleich kamen die Serverhersteller in Deutschland am glimpflichsten davon. Lag das Minus hier gegenüber dem Vorjahr bei nur zwei Prozent, so wurden in Frankreich um sieben Prozent und in Großbritannien sogar um 21 Prozent weniger Stück ausgeliefert. Weit stärker als die Zahl der ausgelieferten Geräte fielen aufgrund des Preisverfalls die Umsätze. In Deutschland setzten die Unternehmen insgesamt um 15, in Frankreich um 17 und in Großbritannien um 42 Prozent weniger um als im Vorjahr.(pte)

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