"Wir wollen die Telekom ganz"

18. November 2001, 16:56
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Bauindustrieller Haselsteiner geht auf 100 Prozent

Wien - "Wir wollen die Telekom ganz" erklärt nun der Bauindustrielle Hans-Peter Haselsteiner in einem Interview mit dem "Wirtschaftsblatt". Erstmals meldet Haselsteiner damit Interesse an der gesamten Telekom Austria (TA) an. Der Industrielle agiert für ein Bieterkonsortium, das von der New Yorker Investmentgesellschaft Kohlberg, Kravis & Co (KRR) angeführt und dem der britische Fonds Doughty Hanson & Co sowie die Raiffeisen-Gruppe angehören. Haselsteiner bezeichnet seine Funktion als "Frontmann": "Ich stelle den Österreich-Bezug her."

Das Konsortium werde voraussichtlich der ÖIAG (47,8 Prozent an der TA), der Telecom Italia (29,8 Prozent) und den Streubesitzaktionären ein Kaufangebot unterbreiten. Ziel sei "letztlich 100 Prozent zu erwerben". Die TA würde dann von der Börse genommen, restrukturiert und nach einer "heute noch nicht absehbaren Strategie" neu positioniert. Denkbar sei dabei etwa "eine strategische Allianz mit einem anderen Telekom-Unternehmen oder Vergleichbares".

Misstrauisch macht Haselsteiner allerdings die jüngste - positive - Kursentwicklung der TA-Aktie. Daran könnte der Deal noch scheitern. Denn alleine durch die Möglichkeit, dass die TA übernommen werde, sei das Unternehmen "nicht um einen Schilling mehr wert geworden". Auch habe sich an der Performance des Unternehmens nichts geändert, im Gegenteil. Deshalb sei der zuletzt deutlich gestiegene Kurs nur durch Spekulation zu erklären: "Das wird man aber klar sagen müssen: Nur durch Spekulation wird das Unternehmen nicht mehr wert." (APA)

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