Pfiffig, aber kriminell

17. November 2001, 12:51
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15-Jähriger knackte Banken-Code für Kreditkarten und bestellte Computer-Spiele

Brüssel - Ein 15-jähriger Belgier hat einen Banken-Code für Kreditkarten geknackt und mehr als 100 Computerspiele vom Typ Playstation 2 bestellt. Auch hochwertiges Computer-Zubehör habe der Bursch mit den Nummern der fremden Visa-Karten per Internet bezahlt, berichtete die belgische Zeitung "La Dernière Heure" am Samstag.

Seit dem Sommer habe die Bank Card Company täglich verdächtige Bestellungen registriert. Über die Lieferadressen - einmal eine Bäckerei, dann ein Cafe - sei die Polizei dem jungen Betrüger schließlich auf die Schliche gekommen. Der 15-Jährige hatte dem Bericht zufolge nie eine echte Kreditkarte in der Hand - die nötigen Daten hatte der Computer-Pirat im Internet ausfindig gemacht.

Die Polizisten seien perplex gewesen, als der Bursch ihnen mit wenigen Schritten den Zugang zu den Daten der Bankgesellschaft eröffnete. Den Strafverfolgern musste der 15-Jährige versprechen, sein Treiben einzustellen - eine Gefängnisstrafe komme für den Minderjährigen nicht in Frage, schrieb die Zeitung. (APA/dpa)

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