Vorarlberger von 60 Tonnen Sand erdrückt

17. November 2001, 12:44
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Schwerer Arbeitsunfall in Bludenz

Bregenz - Von 60 Tonnen Sand erdrückt wurde Freitag Nachmittag ein 34 Jahre alter Mitarbeiter eines Kieswerkes in Nüziders bei Bludenz. Um einen Sandhaufen abzudecken, stieg der Mann auf ein Förderband, das ein anderer Arbeiter in diesem Moment einschaltete. Der Verunglückte wurde in einen Auslauftrichter erzogen und erstickte.

Der zweite Arbeiter, der das Förderband betätigte, hatte nach Angaben der Sicherheitsdirektion Vorarlberg keinen Sichtkontakt zu seinem Kollegen. Weitere Ermittlungen wurden von den zuständigen Behörden eingeleitet. Der Arbeitsunfall ereignete sich nach ersten Erkenntnissen als Sand aus Radladern in Silos abgefüllt wurden. Demnach wollte der Verunglückte nach dem Befüllen eines Silos einen Sandhaufen, der über den Silo ragte, mit einer Folie abdecken.

Zum gleichen Zeitpunkt schaltete der zweite Mann das Förderband ein, das den Sand aus den Silos zu wartenden Lkw transportiert. Dadurch wurde der 34-Jährige - er stammte aus Vandans im Montafon - in die Tiefe gezogen und blieb im Auslauftrichter stecken. Rund 35 Kubikmeter nachrutschender Sand begruben ihn unter sich. Er konnte nur noch tot geborgen werden. (APA)

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