Anthrax-Todesopfer erhielten möglicherweise falsches Antibiotikum

19. November 2001, 14:12
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Wirksamkeit von Levaquin soll untersucht werden

Washington - Die vier Todesopfer der Milzbrandattacke in den USA haben nach Ansicht von Experten möglicherweise das falsche Antibiotikum bekommen. Alle vier waren nach Angaben der "Washington Post" vom Montag mit dem Medikament Levaquin behandelt worden. Später setzten die Gesundheitsbehörden auf das Bayer-Medikament Cipro. Seitdem ist kein Infizierter mehr gestorben.

Während mehrere Ärzte erklärten, die Patienten seien einfach zu spät in ein Krankenhaus eingeliefert worden, verlangten ein Biowaffenexperte der John Hopkins Universität und ein behandelnder Arzt eines der Opfer weitere Studie über die Wirksamkeit Levaquins. Statistiker erklärten, bei so wenigen Anthrax-Fällen lasse sich kaum etwas über die Wirksamkeit eines Medikaments sagen. In den USA sind vier Menschen an Milzbrand gestorben, 13 weitere hatten sich infiziert. (APA/dpa)

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