USA an militärischen Beziehungen zu Indien interessiert

16. November 2001, 22:01
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Botschafter: Keine Einmischung in Kaschmirkonflikt

Neu-Delhi - Die USA sind nach den Worten ihres Botschafters in Neu-Delhi an der Herstellung von militärischen Beziehungen zu Indien interessiert. Details der Vereinbarungen mit Indien, dem engen Verbündeten der früheren Sowjetunion, bedürften aber noch der Erörterung, sagte Botschafter Robert Blackwill am Freitag in einem Telefonat mit Journalisten in Neu-Delhi. Er widersprach jedoch einem Bericht der jüngsten Ausgabe des Magazins "India Today", in dem es hieß, die USA hätten sich bereits um ein langfristiges Militär-Bündnis mit dem indischen Subkontinent bemüht.

Blackwill verwies auf den von den USA eingeleiteten Krieg gegen den internationalen Terrorismus, der an den Grenzen Afghanistans nicht Halt mache. Auch der Terrorismus gegen Indien müsse zu einem Ende gebracht werden, fügte der Diplomat hinzu. Indien wirft dem Nachbarland Pakistan seit Jahren vor, im die gegen Indien aktive Guerrilla im Kaschmir-Konflikt militärisch zu unterstützen. Pakistan räumte bisher lediglich moralische Unterstützung der Moslem-Rebellen ein, die gegen Indiens Militär im indischen Unionsstaat Jammu und Kaschmir kämpfen. Eine Einmischung in den Kaschmir-Konflikt beabsichtigten die USA aber nicht, bekräftigte der amerikanische Diplomat.

Indien und Pakistan sind Atommächte wie China. Alle drei Mächte sind an einer dominanten Position in Asien interessiert. Seiner "demokratischen Werte" wegen biete Indien aus der Sicht der USA die sicherste mögliche Basis für eine langfristige strategische Zusammenarbeit, argumentierte Blackwill. (APA/Reuters)

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