"Nummer Zwei" von El Kaida bei US-Angriffen offenbar getötet

16. November 2001, 22:44
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Rumsfeld: "Glaubwürdiger" Bericht über Tod von Mohammed Atef

Washington - Ein ranghoher Führer der Terrororganisation el Kaida ist einem US-Fernsehbericht zufolge bei einem US-Angriff getötet worden. Der Militärchef von El Kaida, Mohammed Atef, sei getötet worden, berichtete der Fernsehsender CBS am Freitag.

Der Ägypter Atef soll die Terroranschläge vom 11. September US-Medienberichten zufolge organisiert haben. Er gilt als die "Nummer zwei" in der Kommandostruktur des Terror-Netzwerks und als enger Vertrauter des islamischen Fundamentalistenführers Osama bin Laden.

Die Berichte über den Tod des El-Kaida-Militärchefs Mohammed Atef scheinen nach den Worten von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld "glaubwürdig". Dennoch könne er den Tod Atefs noch nicht formell bestätigen, sagte der Pentagon-Chef am Freitag in Waukegan im US-Bundesstaat Illinois. US-Truppen hätten in den vergangenen Tagen gezielt Kommando- und Kontrollzentren der Taliban und der El-Kaida-Organisation des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden bombardiert. Ein US-Regierungsbeamter hatte zuvor erklärt, Atef sei offenbar bei amerikanischen Luftangriffen nahe der afghanischen Hauptstadt Kabul getötet worden.

Rumsfeld teilte weiters mit, Osama bin Laden sei vermutlich noch in Afghanistan und nicht nach Pakistan geflüchtet. Allerdings gebe es noch andere Fluchtmöglichkeiten für Bin Laden, wenn man bedenkt, dass er im Sudan und in Somalia gelebt habe, bevor er nach Afghanistan gekommen war. (APA/Reuters)

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