Erhöhte Strafe für Mord an Pensionistin

16. November 2001, 14:03
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20 statt 18 Jahre - Kein Rechtsmittel mehr möglich

Wien - Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat am Freitag die Strafe für R.Repnick von 18 auf 20 Jahre erhöht.

Der 50-Jährige hatte Anfang August 2000 eine 87-jährige Frau in ihrer Wohnung in Wien-Döbling zu vergewaltigen versucht und sie erwürgt, weil sie sich zur Wehr setzte. Dafür verhängte ein Geschworenensenat im Straflandesgericht im vergangenen Juli 18 Jahre Haft.

Zudem wurde Repnik als gefährlicher Rückfalltäter eingestuft und in eine Sonderstrafanstalt eingewiesen. Die Höchstrichter leisteten nun der von Staatsanwalt Kurt Hankiewicsz eingebrachten Strafberufung Folge.

Ausschlag gebend dafür war das mehr als getrübte Vorleben des 50-Jährigen: Rund die Hälfte seines Lebens hat Repnik in diversen Strafanstalten verbracht. Nach seiner letzten Entlassung finanzierte er seinen Lebensunterhalt, indem er sich auf betagte Pensionistinnen "spezialisierte". Er sprach diese in Parks und Gartenanlagen an, mimte den Charmeur, erschien zu den nächsten Treffen zum Teil mit Blumen und Konfekt. Das brachte ihm im weiteren Verlauf mitunter Geld und sonstige Zuwendungen ein.

Die Frau lernte er im Währinger Park kennen. Die einsame Frau gab ihm ihre Telefonnummer, Repnik rief sie am nächsten Tag an, kam wenig später vorbei, und wenige Stunden nachher war die 87-Jährige tot. Ihre Leiche wurde erst Tage danach entdeckt. (APA)

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