Mütter wollen für ihre Töchter Frauenberufe

18. November 2001, 19:45
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Pilotprojekt für "atypische" Lehren

Linz - 269 Lehrberufe gibt es derzeit in Oberösterreich. Doch die Mehrzahl der jungen Frauen wählt noch immer aus drei - typisch weiblichen - Berufen aus. 60 Prozent der Lehrlinge entscheiden sich entweder für eine Ausbildung zur Friseurin, Einzelhandelskauffrau oder Bürokauffrau. Beeinflusst werden sie bei ihrer Wahl vor allem von den Müttern. Das geht aus dem aktuellen Frauenbericht für Oberösterreich (DER STANDARD berichtete) hervor, zu dem 1000 Frauen befragt wurden.

Drei Viertel der Mütter gab an, zur Berufswahl der Töchter wesentlich beizutragen. Sie plädieren für einen Frauenberuf. So hatten sich gerade zwei von ohnehin nur elf Frauen mit ihrem nicht traditionellen Berufsziel zu Hause durchsetzen können. Damit sich Mädchen aus dem "Banne von Klischees" zu lösen beginnen, initiierte Frauenlandesrätin Ursula Haubner (FP) das Pilotprojekt "Töchter nützen Chancen". Betriebe stellen dabei Schülerinnen atypische Frauenberufe vor.
(ker, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17./18.11.2001)

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