Austrias Iwan möchte zur WM

16. November 2001, 14:57
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Der Mittelfeldspieler möchte durch gute Leistungen bei den Violetten ins polnische WM-Team

Wien - Zumindest einer der zwei neuen Spieler, die die Wiener Austria kürzlich engagiert hat, wird am Samstag im Heimspiel gegen Schlusslicht VfB Admira Mödling sein Debüt geben. Tomasz Iwan soll im Mittelfeld auf der rechten Außenbahn spielen. Der Einsatz von Sigurd Rushfeldt stand hingegen am Freitag noch zu fünf Prozent in Frage, weil noch Details mit dem spanischen Verband zu klären sind.

Iwan soll auf rechter Außenbahn Druck machen

"Iwan war ein absoluter Glücksgriff, weil er ablösefrei zu haben war", sagt Trainer Toni Pfeffer über den 30-jährigen Polen, an dem auch deutsche Vereine Interesse bekundet haben. Die rechte Seite war in den vergangenen Jahren stets die violette Achillesferse. "Er ist der richtige Mann. Vor allem zu Hause, wenn es gilt den Gegner unter Druck zu setzen", hofft Pfeffer.

Der Pole möchte über die Austria den Sprung zurück ins Nationalteam und 2002 zur WM-Endrunde nach Südkorea und Japan. Der 37-fache Internationale hat sein fixes Leiberl zuletzt wegen seiner Probleme mit Trabzonspor verloren. Iwan hatte von den Türken kein Gehalt mehr bekommen, einige Monate nicht wettkampfmäßig gespielt und dadurch drei Länderspiele versäumt.

Futter für Rushfeldt

Iwan soll nicht nur auf der rechten Seite für frischen Wind sorgen, sondern auch Rushfeldt mit Flanken "füttern". Der norwegische Mittelstürmer hatte zuletzt für Rosenborg Trondheim gespielt, befindet sich aber noch im Besitz von Racing Santander. Rushfeldt wurde leihweise bis Sommer 2002 mit Option unter Vertrag genommen. Obwohl es sich sich um einen leistungsbezogenen Kontrakt handelt, zählt der 28-Jährige zu den violetten Top-Verdienern.

"Ich habe meine neue Mannschaft ein Mal gesehen, das System könnte mir entgegenkommen. Ich weiß, dass die Austria ein Klub mit großer Geschichte ist", sagte Rushfeldt am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wien. Die Adresse Austria war Rushfeldt vom Ex-Austrianer Mjelde und vom früheren Rapidler Fjörtoft empfohlen worden. "Er ist der ideale Mann für Spiele, die man mit der Brechstange gewinnen muss", meint Pfeffer.

Hasek kommt im neuen Jahr

Der Austria-Trainer und sein Partner Walter Hörmann werden im Winter noch weitere Verstärkung erhalten. Der 32-jährige Martin Hasek, der bis Jahresende noch mit Sparta Prag in der Champions League engagiert ist, wird Ende des Jahres in Favoriten erwartet. Bis dahin muss die Austria einen Platz für einen Nicht-EU-Ausländer freimachen. Diesen muss Pavlovic räumen, der laut Pfeffer nicht mehr ins System passt.

Die Samstag-Partie gegen die Südstädter wird in Radio-Form über die Austria-Homepage (http://www.fk-austria.at) live übertragen. Die Berichterstattung, die auf diese Art und Weise bisher einmalig in Österreich ist, beginnt bereits um 15.15 Uhr mit Vorberichten, in der Pause und nach dem Spiel gibt es aktuelle Interviews. Als Co-Kommentatoren fungieren die beiden verletzten Spieler Dospel und Schmid. (APA)

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    Tomasz Iwan

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    Sigurd Rushfeldt

    (Zum Vergrößern anklicken!)

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