Schlüsseltechnologien über die Steiermark hinaus

18. November 2001, 21:50
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Initiative zur Nanotechnologie angekündigt

Graz - Mit einer Nanotechnologie-Initiative sollen Impulse zur Umsetzung im Bereich dieser Schlüsseltechnologie über die Steiermark hinaus gesetzt werden. Dabei geht es vor allem um die Vernetzung und Nutzung der vorhandenen Kompetenzen in den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft, hieß es von Joanneum Research.

Die Startbedingungen sind laut Joanneum Research für diese Initiative in der Steiermark besonders günstig, denn ein wesentliches Element der Nanotechnologie sind die Materialien und Werkstoffe. Gerade der Bereich der Materialwissenschaften weist in Steiermark durch die wissenschaftlichen Arbeiten der Montanuniversität Leoben, der landeseigenen Forschungsgesellschaft Joanneum Research, aber auch durch andere universitäre und außeruniversitäre Forschungsinstitutionen umfassende Kompetenz auf. Dazu kommen innovative Unternehmen wie die obersteirischen AT&S, Böhler Edelstahl oder die weststeirische EPCOS, in deren Produkte und Verarbeitungstechnologie Nanotechnologie künftig verstärkt einfließen wird.

Netzwerk

In der ersten Phase wird ein Nanotechnologienetzwerk aufgebaut, um branchenübergreifende Problemstellungen zu lokalisieren, geeignete Lösungsansätze zu entwickeln und gemeinsam an der Verbesserung der branchennahen Infrastruktur zu arbeiten. Weiters wird an der Entwicklung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten, an der Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für die Weiterführung der Initiative und an der Konzeption und Vorbereitung einer internationalen Nanotechnologietagung in der Steiermark gearbeitet.

Durch ihre bereichsübergreifende Zusammenarbeit in der Nanotechnologie Initiative Steiermark sollen Wachstumspotenziale besser ausgeschöpft werden. Diese Aktivitäten werden mit laufenden bzw. geplanten nationalen und internationalen Initiativen abgestimmt. "Um den steirischen Nukleus können andere österreichische Netzknoten perfekt angegliedert werden, um so eine noch größere, schlagkräftige Einheit zu bilden", formuliert Joanneum Research.

Im Auftrag des Landes Steiermark wird die Forschungsgesellschaft zusammen mit der Montanuniversität Leoben und innovativen Unternehmen in einer ersten Phase bis zum Sommer 2002 die notwendige "Basisarbeit" leisten. Daneben sind auch noch Vertreter der Technischen Universität Graz, der Karl-Franzens-Universität Graz, des Materials Center Leoben, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bereits in dieser Phase der Nanoinitiative Steiermark beteiligt. (APA)

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