Neues aus Country-Land

17. November 2001, 15:00
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Shelby Lynne ist kein Huhn mehr ... und Garth Brooks hört auf

Wien - "Wenn man die Fotos von heute mit denen des angepassten Country-Huhns vor nicht einmal sechs Jahren vergleicht, fällt es schwer zu glauben, dass es sich dabei um die gleiche Person handelt." - Das schreibt das Magazin "Rolling Stone" in der November-Ausgabe. So wie die Optik hat sich spätestens seit dem Album "I Am Shelby Lynne" (1999) die Musik der Amerikanerin verändert. Mit dem neuen Werk "Love, Shelby" (Universal) setzt die Sängerin ihren Imagewandel fort.

"Zu allererst muss mir selbst die Musik gefallen. Und das tut sie", sagte Lynne im Interview mit dem "Rolling Stone". Mit schablonenhaftem Country habe der Sound nichts mehr zu tun, kraftvoll, eigenständig und rockig klingen die Songs. Die Platte enthält mit "Mother" auch eine Komposition aus der Feder von John Lennon.

Denkmal steigt vom Sockel

Garth Brooks hat genug: Der Country-Superstar zieht sich aus dem Rampenlicht zurück und möchte seine Zukunft dem Schreiben von Drehbüchern widmen. Das bestätigte der Amerikaner auf einer Pressekonferenz in Nashville. Zum Abschluss einer extrem erfolgreichen Gesangskarriere kommt am 19. November noch das Album "Scarecrow" (EMI) heraus, auf dem der Künstler private Dinge verarbeitet hat.

1989 konnte Brooks gleich mit seinem Debüt durchstarten. Von diesem Album verkaufte er neun Millionen Stück, von den beiden Nachfolgern nicht weniger als jeweils 30 Millionen. Am 7. August spielte der zweifache Grammy-Gewinner vor 250.000 Fans im New Yorker Central Park - ein Rekord. Mit dem Erscheinen des achten Longplayers soll nun Schluss sein.

"Falls ich aus irgendeinem Grund noch einmal Musik in Angriff nehme, kann ich nur hoffen, willkommen geheißen zu werden wie Michael Jordan", so Brooks. "Ehrlich gesagt, kann ich mir derzeit allerdings kein weiteres Album vorstellen." Mit "Scarecrow" verarbeitete der Musiker den Tod seiner Mutter und seine Scheidung. Außerdem rechnet er mit dem Lied "Pushing Up Daisies" mit dem eignen Vater ab. (APA)

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