Chirurgen zwischen Skalpell und Ethik

16. November 2001, 12:45
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Wien - Am Freitag und am Samstag findet in Baden bei Wien der 1. Österreichische Chirurgentag statt. Die Hauptthemen: "Patientenaufklärung - Mehr als eine lästige Pflicht?", "Konsens statt Konkurrenz" und "Humanes Sterben im Krankenhaus". Zu den Themen gibt es Referate und Podiumsdiskussionen mit namhaften Referenten aus Medizin, Recht, Theologie und Krankenpflege.

Der Berufsverband österreichischer Chirurgen (BÖC) hat sich - so eine Aussendung aus Anlass der Veranstaltung - seit langem dem Thema Patientenaufklärung verschrieben. Es geht dabei auch um die neue Rolle des Arztes: Weg vom "Entscheider" hin zum Berater, zum Gesundheitsmanager des Patienten. Das führt auch zu gewaltigen Problemen auf der Kommunikations- und Wissensebene.

Eine besondere Schwierigkeit stellt auch die Umkehr der Beweislast in der Judikatur dar: Der Arzt muss beweisen, die Aufklärung so vorgenommen zu haben, dass sie auch für den medizinische Laien leicht (be)greifbar ist. Das führt zu immer komplexer werdenden juristischen Auseinandersetzungen. (APA)

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