Vorsicht bei Eisen ist angesagt

18. November 2001, 19:55
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Zu viel Eisen kann Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auslösen

Frankfurt/Main - Eisen ist wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Körper. Bei Mangel wird das lebensnotwendige Spurenelement deshalb oft in Form von Tabletten zugeführt. Hierbei ist jedoch höchste Vorsicht geboten, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DSG) unterstreicht.

Zu viel Eisen kann Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auslösen. Wissenschafter erörtern zurzeit, ob Eisen in Übermengen sogar Krebs auslösende Stoffe aktivieren und akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern könnte.

Überschuss kann nicht ausgeschieden werden

Der Eisenbestand des Körpers beträgt etwa zwei bis vier Gramm. Bei Eisenmangel steigt die Aufnahme im Darm automatisch an, bei hoher Zufuhr sinkt sie wieder - aber nicht unbedingt genug, um eine Eisenüberladung des Körpers zu verhindern. Da Überschüssiges jedoch nicht ausgeschieden werden kann, sind langfristig gesundheitliche Schäden zu befürchten. Denn Eisen kann Radikalverbindungen im Körper sowie das Wachstum von Tumorzellen begünstigen.

Die DSG empfiehlt deshalb, die Obergrenzen der einschlägigen Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr nicht zu überschreiten, falls keine medizinischen Befunde wie Blutverlust oder Eisenaufnahmestörungen vorliegen. Für Jugendliche und Erwachsene werden demnach zwischen zehn und zwölf Milligramm Eisen pro Tag empfohlen. Für stillende Mütter erhöht sich diese Menge auf 20 Milligramm, für Schwangere sogar auf 30 Milligramm. (AP)

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