BBAG - Betriebsgewinn in den ersten neuen Monaten um sieben Prozent gestiegen

16. November 2001, 19:02
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Zweistelliges Umsatzwachstum

Linz/Wien - Österreichs größter Getränkekonzern, die börsenotierte BBAG, rechnet für 2001 aus heutiger Sicht mit einem deutlich höheren Betriebsergebnis (2000: 50,5 Mill. Euro/695 Mill. S). Nach einem guten Sommergeschäft stieg der Betriebsgewinn (EBIT) in den ersten drei Quartalen um 6,7 Prozent von 63,1 auf 67,3 Mill. Euro, teilte die BBAG am Freitag mit. Der Wettereinbruch im September habe dabei ein deutlicheres Plus verhindert. Für das laufende vierte Quartal erwartet der Linzer Konzern eine Fortsetzung des Ergebniswachstums.

Steigerungen im Bereich alkoholfreie Getränke

Begründet wird der EBIT-Anstieg der ersten drei Quartale vor allem mit Steigerungen im Bereich alkoholfreie Getränke (plus 36,8 Prozent) und im Immobiliengeschäft (plus 28,7 Prozent). Der Bierbereich habe operativ zwar aufgeholt, liege aber nach wie vor leicht im Minus (3 Prozent). Auch beim Absatz und Umsatz will der BBAG-Konzern in den letzten drei Monaten dieses Jahres weiter zulegen. "Die unsichere Weltlage bietet keinen Grund für Konsumzurückhaltung in den BBAG-Heimmärkten", heißt es in einer Pressemitteilung. Der Tourismus in Österreich, aber auch in Ungarn und Tschechien könne davon "eher profitieren". "Das Trinkverhalten europäischer Urlauber unterstützt unser Geschäft mehr als der Konsum von Gästen aus Übersee", merkte BBAG-Chef Karl Büche dazu an.

Getränkeabsatz bis September auf 11,8 Millionen Hektoliter erhöht

Der Bierabsatz erhöhte sich dabei um 27,5 Prozent auf 10,2 Millionen Hektoliter. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz von Jänner bis September im Vorjahresvergleich um 20,3 Prozent von 708,6 auf 852,3 Mill. Euro. Daraus resultierte um 12,1 Prozent von 133,4 auf 149,5 Mill. Euro gestiegenes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Vor allem wegen Zinkosten für die jüngsten Akquisitionen hat sich das Finanzergebnis der ersten neun Monate 2001 von minus 1,6 Mill. Euro auf minus 10,0 Mill. Euro verschlechtert, inklusive des EBIT ergab sich damit ein um 6,9 Prozent von 61,6 auf 57,3 Mill. Euro gesunkenes Ergebnis vor Ertragssteuern. Als Folge der Neukonsolidierung stieg die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter um 27,5 Prozent auf 8.361. "Durch die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen ist diese Zahl gegenüber Ende 2000 jedoch um 870 gesunken", erklärte BBAG-Chef Büche. Die Investitionen wurden bis September im Jahresabstand um 3,4 Prozent von 87,5 auf 90,5 Mill. Euro leicht angehoben. (APA)

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