Wiener Enquete zu Frauengesundheit und Gewalt

20. November 2001, 11:17
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Familiäre Gewalt und Mobbing stehen im Vordergrund

Wien - Gewalt gegen Frauen, die psychischen und gesundheitlichen Auswirkungen, sind das Thema einer Enquete mit dem Titel "Gewalt – Macht – krank", die am 20. November, 9.00 bis 16.00 Uhr im Festsaal des Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen, 1030 Wien, Radetzkystraße 2 stattfinden wird.

Ziel der Enquete ist es, im Vorfeld der jährlichen weltweiten Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" das Spannungsfeld Gewalt und Frauengesundheit im Bereich der familiären Gewalt sowie des Mobbing darzustellen. Gegenstrategien und Ausstiegsmöglichkeiten sollen erarbeitet und propagiert werden, um die Effizienz der Gewaltprävention zu steigern.

Hauptthema Mobbing

Breiter Raum wird bei dieser Veranstaltung dem Bereich Mobbing, der krank machenden Gewaltausübung am Arbeitsplatz, eingeräumt. So werden unter anderen die Autorinnen Anette Harms-Böttcher & Gabriele Haben "Auswege aus dem Hamsterrad" anbieten, die Gesundheitspsychologin Ulla Konrad wird das Phänomen Mobbing skizzieren, die Management-Consulterin Alexandra Sock wird die Arbeitsplatzszenarien darstellen und der Staatsanwalt Gernot Orasche wird die Diskussion der Zweckmäßigkeit einer eigenen Strafbestimmung diskutieren.

Insgesamt 17 ReferentInnen werden wichtige Themen wie das Erkennen und die Entstehung von Krankheit durch individuelle und institutionelle Gewalt, die Rolle der Notfallspsychologie, die gesundheitlichen Auswirkungen, oder das Frauenhaus als letzten Ausweg in Kurzvorträgen positionieren.

Podiumsdiskussion

Die Veranstaltung wir von Bundesminister Mag. Herbert Haupt eröffnet und schließt mit der Podiumsdiskussion "Perspektiven und neue Konzepte im Umgang mit Gewalt", an der u.a. die Leiterin der GÖD-Mobbing-Beratung Christine Gubitzer, der Präsident des Weltverbandes für Psychotherapie Hon.-Prof. Dr. Alfred Pritz, die deutsche Gewaltforscherin Dr. Monika Schröttle, der Vorstand der Universitätsklinik für Tiefenpsychologie und Psychotherapie (AKH Wien), o.Univ.Prof. Dr. Marianne Springer-Kremser sowie die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte a.o.Univ.Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger teilnehmen werden.

Die Veranstaltung richtet sich im Besonderen an Personen, die im Bereich Gewaltprävention und Frauengesundheit tätig sind. Die Teilnahme ist kostenlos, schriftliche Voranmeldung ist notwendig.

Veranstalterin: Frauengesundheitsreferat der Frauensektion im Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen (pte)

Organisation und Anmeldung bei:
Agentur Die Schwarz
office@die-schwarz.at
Fax: 01/ 66 77 055
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