Ernst Krenek zu 10. Todestag im Mittelpunkt

15. November 2001, 22:20
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Wien: Veranstaltungsreihe

Wien - Am 22. Dezember 1991 starb der große österreichische Komponist Ernst Krenek. Anlässlich des 10. Todestags steht Krenek in den kommenden Wochen im Mittelpunkt einiger Veranstaltungen. Unter dem Titel "Metamorphosen. Musik für Kopf und Seele" hat das Ernst Krenek-Institut eine am Freitag beginnende Reihe von Konzerten zusammengefasst.

"Ernst Krenek und Kurt Weill" ist das Eröffnungskonzert der Veranstaltungsreihe (16.11., 19.30 Uhr, Altes Rathaus) gewidmet. Neben weiteren Konzerten und Liederabenden stehen außerdem die Querverbindungen und Vergleiche Kreneks mit Mozart, Zemlinsky und Hindemith auf dem Programm.

Die Konzertreihe wird mit der Ausstellung "Ernst Krenek - Zeitgenosse des Jahrhunderts" (19.11. bis 12.12.) in der Aula der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien ergänzt. Am 7. und 8.12. befasst sich schließlich ein Symposium mit der Oper "Orpheus und Eurydike" von Ernst Krenek und Oskar Kokoschka.

Der gebürtige Wiener Ernst Krenek (1900-1991) hatte in Wien und Berlin u.a. bei Ernst Schreker Musikunterricht genommen. Seinen wohl größten Erfolg als Komponist feierte er 1927 mit der Jazzoper "Jonny spielt auf". 1938 emigrierte er in die USA, wo er auch die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Über 240 Werke in einer ungeheuren kompositorischen Vielfalt hat Krenek geschaffen. Seine Oper "Karl V." wurde erst 1984, wenige Jahre vor seinem Tod in Palm Springs, an der Wiener Staatsoper erstmals aufgeführt.

1985 hat die Stadt Wien ihm zu Ehren den zweijährlich vergebenen Ernst-Krenek-Preis für Komponisten geschaffen, der 2002 mit 8.000 Euro (110.082 Schilling) dotiert ist. Bewerbungen sind mit Lebenslauf, Werkverzeichnis sowie einer speziellen Arbeit bis 31. März 2002 an die Kulturabteilung der Stadt Wien zu richten. (APA)

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