Direktor des Pragers TV-Senders Nova aus der Haft entlassen

15. November 2001, 22:10
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Zwei Tage nach Festnahme

Zwei Tage nach seiner vorläufigen Festnahme ist der Direktor des tschechischen Privatsenders TV Nova, Vladimir Zelezny (56), am Donnerstag aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der Leiter der 1994 gegründeten Fernsehstation stehe aber weiter im Verdacht, seinen früheren Partner, den US-Geschäftsmann Ronald Lauder, um etwa 23 Millionen US-Dollar (26,1 Mill. Euro/360 Mill. S) gebracht zu haben, teilten die Behörden mit. Da aber kein Verdacht bestehe, dass Zelezny Zeugen beeinflusse, sei er freizulassen, hieß es am Abend in Prag.

"Tschechischer Berlusconi"

Die Behörden erteilten damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft eine Absage, die die Untersuchungshaft verlängern wollte. Zelezny, der wegen seines kometenhaften Aufstiegs in internationalen Medienkreisen als "Tschechischer Berlusconi" bezeichnet wird, bestreitet die Vorwürfe. Seit der Gründung hat sich TV Nova zu einem der umsatzstärksten Sender in Mitteleuropa entwickelt. In der vergangenen Woche hatte die Prager Polizei Büros der Fernsehstation durchsucht und zahlreiche Dokumente beschlagnahmt. (APA/dpa)

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