Kulturminister sprechen in Innsbruck über "Creative Europa"

15. November 2001, 22:06
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Ost-West-Dialog ist Ziel

Innsbruck - An einer "Creative Europe. Kultur und Wirtschaft im 21. Jahrhundert" betitelten Konferenz nehmen bis Sonntag in Innsbruck Kulturminister aus 18 mittel- und osteuropäischen Staaten teil.

Die Tagung soll als "Podium für einen Interessensaustausch und ein Vertiefen des gegenseitigen Verständnisses für die spezifischen Anforderungen" fungieren, sagte Kunststaatssekretär Franz Morak (V) am Donnerstag. Ziel sei der Dialog, nicht das Abfassen von Resolutionen.

"Bestehende Netzwerke und Kooperationen" sollen verbessert und neue begründet werden: "Das Projekt Europa in seiner kollektiv-existentiellen Dimension ist weiter als ein gemeinsamer Markt, weiter auch als das Projekt eines bloßen politischen Zusammenschlusses".

Es gebe einen "Kulturraum Europa", in dem "die Wurzeln dessen gelegt" seien. Die kulturelle EU-Erweiterung sei für Österreich vielmehr als "Chance" denn als "Verpflichtung" anzusehen.

"Das Verhältnis und Zusammenspiel von Kultur und Wirtschaft" habe im 21. Jahrhundert eine "völlig neue Qualität" erreicht. Einerseits habe der "industrielle Bereich in einem ungeheuren Ausmaß kreative Ideen an sich gebunden, die früher ausschließlich der Kunst vorbehalten waren". Darüber hinaus habe der Kunstbegriff andererseits "eine extreme Erweiterung" erfahren.

Österreich nehme in Bezug auf die "kulturelle Schnittstelle in Europa" eine "Schlüsselrolle" ein, betonte am Donnerstag Kunststaatssekretär Franz Morak (V). "Es ist ein Bestandteil unserer kulturellen Identität, dass wir als 'Brücke' zwischen Ost und West fungieren", erklärte Morak in seiner Eröffnungsrede. (APA)

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