Täter nach 33 Jahren durch DNA-Test überführt

15. November 2001, 19:12
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Längster Aufklärungszeitraum in britischer Kriminalgeschichte

London - 33 Jahre nach der Tat ist ein britischer Pensionist am Donnerstag in London wegen eines Sexualmordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Brian Field (65), ein ehemaliger Landarbeiter, hatte zuvor gestanden, 1968 einen 14-jährigen Buben vergewaltigt und erwürgt zu haben. Ein DNA-Test hatte ihn überführt. Nach Berichten der britischen Medien sind die 33 Jahre in der britischen Kriminalgeschichte der bisher längste Zeitraum zwischen einem Verbrechen und seiner Aufklärung.

Der Bub war von Field im Auto mitgenommen worden. Er hatte von der Schule nach Hause trampen wollen, um kein Geld für eine Busfahrkarte ausgeben zu müssen: Er sparte für ein neues Fahrrad. Seine Eltern haben die Lösung des Falles nicht mehr erlebt. Die Polizei will nun untersuchen, ob Field auch noch für andere Sexualverbrechen verantwortlich war. Im Laufe seines Lebens hatte er in vielen Teilen des Landes gearbeitet.

Seine Überführung nach so langer Zeit war reiner Zufall: Er war bei einer Verkehrskontrolle betrunken am Steuer erwischt worden und hatte daraufhin einen DNA-Test machen müssen. Es stellte sich heraus, dass sein Erbgut mit dem des Täters von 1968 identisch war. Die Polizei hatte über die ganze Zeit hinweg die Kleidung des Opfers aufgehoben, und daran hatte der Täter einen winzigen Partikel zurückgelassen, anhand dessen sein genetischer Code analysiert werden konnte. (APA/dpa)

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