Katalanen setzten sich gegen Warner durch

21. November 2001, 16:52
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"Verletzung der Menschenrechte" auf Synchronfassung behoben

Barcelona - Harry Potter wird nun doch katalanisch sprechen. Die nordostspanische Region Katalonien setzte sich im Sprachenstreit um den anlaufenden "Stein der Weisen" gegen Hollywood durch. Das Filmstudio Warner Bros. sagte nach spanischen Presseberichten vom Mittwoch zu, eine synchronisierte katalanische Version des Streifens herzustellen.

Politische Parteien in Katalonien hatten zuletzt gedroht, eine Boykott-Kampagne gegen alle Filme von Warner Bros. zu starten.

Ein Zusammenschluss von Organisationen zur Verteidigung der katalanischen Sprache hatte damit gedroht, Warner Bros wegen "Verletzung der Menschenrechte" bei den zuständigen Instanzen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen zu verklagen.

Warners ursprüngliche Weigerung sei undemokratisch und diskriminierend, betonte die "Plattform für die katalanische Sprache".

Katalanisch wird primär in Katalonien (6,2 Millionen Einwohner) gesprochen; sprachlich eng verwandt sind weiters die Region Valencia (4,0 Millionen) und die Balearen (780 000). (APA/dpa)

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