Erste Bank: AUA-Aktie weiterhin ein "Underperformer"

15. November 2001, 15:36
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Verlustschätzungen bleiben unverändert - Neuer Vorstand hat sich überzeugend präsentiert - Hoher Verschuldungsgrad

Wien - Die Analysten der Erste Bank halten nach der jüngsten Ergebnispräsentation ihre "Underperform"-Bewertung der Aktien der Austrian Airlines (AUA) aufrecht. Auch die Gewinnschätzungen bleiben unverändert. Für das laufende Geschäftsjahr 2001 erwartet die Erste Bank weiterhin einen Verlust je AUA-Aktie von 3,70 Euro und für das Folgejahr von 2,12 Euro. Auch 2003 wird die Fluglinie noch Verluste schreiben, dieser wird auf 1,84 Euro je Aktie geschätzt.

Laut Erste Bank-Analysten Georg Waldner waren die AUA nicht in der Lage, mit ihren jüngsten Quartalsergebnissen "auch nur eine positive Überraschung aus dem Sack zu ziehen." Die negativen Resultate würden aber nicht nur die Probleme der AUA, sondern die Schwierigkeiten des gesamten Branche widerspiegeln.

Neue Strategien

Darüber hinaus habe das neue "dynamische" Management einige neue Strategien präsentiert. Es habe den Eindruck vermittelt, als ob es die Ergebnisse über die nächsten paar Jahre drastisch verbessern wollte, so Waldner.

Der neue Vorstand habe sich überzeugend präsentiert. Die vorgestellten Strategien seien zwar nicht neu, stellten aber einen beschlagenen Beginn dar, um die AUA-Gruppe wieder auf Kurs zu bringen. Die hohe Verschuldung sieht die Erste Bank weiterhin als Handicap und Risiko in einem unsicheren und schwachen Markt an. Daraus resultiere auch die "Underperform"-Bewertung, so Waldner. (APA)

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