ZDF-Personalrat kritisiert Hick-Hack um Indendanten-Wahl

15. November 2001, 14:25
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Forderung nach Rückkehr zur Sachlichkeit

Der Personalrat des ZDF hat das öffentliche Hick-Hack um die Intendanten-Wahl am 6. Dezember als rufschädigend kritisiert. Die Mitarbeiter verfolgten mit Empörung die Querelen um die Findung eines neuen Intendanten, erklärte der Personalratsvorsitzende, Edgar Rößler, am Donnerstag. Die Art und Weise, in der die Auseinandersetzungen in der Öffentlichkeit ausgetragen würden, brächten die Mitarbeiter in Misskredit und fügten dem ZDF Schaden zu. Rößler forderte alle Beteiligten auf, zur Sachlichkeit zurückzukehren.

ImageschädigungB

Dank des großen Engagements und der Kreativität der Mitarbeiter sei das ZDF-Programm in einem immer härter werdenden Wettbewerb hervorragend positioniert, erklärte Rößler weiter. Trotz struktureller Unterfinanzierung sei es mit erheblicher Kraftanstrengung gelungen, eine solide Finanzpolitik des Senders zu betreiben und ein Programm mit ausgeprägtem öffentlich-rechtlichem Profil zu senden. "Auch dies ist ein Verdienst der festen und freien Mitarbeiter des ZDF in der Zentrale in Mainz sowie in den Inland- und Auslandstudios", sagte der Personalratsvorsitzende. Angesichts dieser Tatsachen sei es umso verwunderlicher, dass das Image des ZDF in dieser Weise beschädigt werde.

Neue Kandidaten?

Wie am Mittwoch bekannt wurde, will der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) bei der Wahl des Intendanten zwei neue Kandidaten präsentieren, falls keiner der bisherigen sechs Bewerber die Mehrheit von 47 Stimmen des 77-köpfigen Fernsehrats erreicht. (APA)

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