Sechs Jahre Haft für pädophilen Wiener

15. November 2001, 18:52
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Bub erkannte Täter in der Straßenbahn wieder - Insgesamt mehr als zehn Buben missbraucht

Wien - Als ein Wiener mit seinem achtjährigen Sohn in der Straßenbahn saß, erkannte der Bub in einem Fahrgast jenen Mann wieder, der ihn am 15. Oktober 2000 in ein Gebüsch gezogen und missbraucht hatte. Das Kind machte den Vater darauf aufmerksam, worauf dieser den Mann bis zum Eintreffen der Polizei festhielt. Am Donnerstag wurde Peter P. (37) wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs im Wiener Landesgericht zu sechs Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Rückfalltäter

Der Schöffensenat wies den Pädophilen in eine Anstalt für gefährliche Rückfalltäter ein. Der Mann der früher verheiratet war und selbst Vater eines zehn Jahre alten Kindes ist, geht schon seit Jahren seinen Neigungen nach: Bis zum April 1994 verbüßte er eine dreieinhalb Jahre dauernde Haftstrafe. Bereits im Oktober 1996 wurde der Mann neuerlich zu vier Jahren verurteilt.

Zehn Buben in vier Monaten

Anfang Mai 2000 kam der Mann in Freiheit. Ein halbes Jahr hatte der Mann seinen Trieb unter Kontrolle, ehe er zwischen Oktober und Jänner 2001 zehn Buben mißbrauchte. Der Psychiater Heinrich Pfolz sprach in seinem Gutachten von "fotografisch getreuen Analogien zu den vorigen Verhaltensweisen".

Übergriffe liefen immer nach dem selben Muster ab

Die Übergriffe liefen immer nach dem selben Muster ab: Peter P. sprach seine Opfer auf der Straße an.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der 37-Jährige erbat sich Bedenkzeit, die Staatsanwältin gab vorerst keine Erklärung ab. (APA)

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