ETA bekennt sich zu Attentat in Madrid und Mord an Richter

15. November 2001, 11:58
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Untergrundgruppe bedauert Verletzungen von Passanten

Madrid - Die baskische Untergrundgruppe ETA hat sich am Donnerstag dazu bekannt, den Bombenanschlag in Madrid und den Mord an einem Richter im Baskenland vergangene Woche verübt zu haben. In einer ETA-Stellungnahme, die am Donnerstag in der baskischen Zeitung "Gara" veröffentlicht wurde, nannte die Gruppe das baskische Justizsystem ein Unterdrückungsinstrument.

Allerdings bedauere die Gruppe, dass "viele Bürger" bei dem Madrider Attentat verletzt wurden. Bei dem Autobombenanschlag am Dienstag vergangener Woche in der spanischen Hauptstadt waren 95 Menschen verletzt worden, vier davon schwer.

Ziel des Anschlags war offiziellen Angaben zufolge ein hoher Ministerialbeamter, der nur leichte Verletzungen davontrug. Zwei ETA-Mitglieder wurden in der Nähe des Tatorts festgenommen. Einen Tag darauf hatten zwei Attentäter den Richter Jose Maria Lidon des Provinzgerichts Vizcaya vor seinem Haus in der Stadt Getxo erschossen. Die ETA kämpft seit über 30 Jahren für einen unabhängigen Baskenstaat in Nordspanien und Südfrankreich. Dabei wurden mehr als 800 Menschen getötet. (APA/Reuters)

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