Chipkartengebühr: Haider sieht "andere Möglichkeit"

15. November 2001, 11:47
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"Bei Direktverrechnung zwischen Arzt und Krankenkasse weniger Verwaltungsaufwand und keine Gebühr"

Klagenfurt - Für den Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) ist die vom Ministerrat beschlossene Chipkartengebühr von 50 Schilling pro Quartal und Arzt offensichtlich nicht der Weisheit letzter Schluss. "Es gibt auch andere Möglichkeiten", sagte er am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Klagenfurt.

Zunächst meinte der Landeshauptmann, dass es "dafür keine Krankenscheingebühr mehr geben wird". Doch er kann sich vorstellen, dass die Direktverrechnung beim Arzt erfolgt und damit ein langer bürokratischer Weg ("Der Arzt meldet den Patientenbesuch der Krankenkasse, diese informiert den Betrieb, welcher wiederum die Gebühr beim Arbeitnehmer kassiert und an die Kasse abliefert") ausgeschaltet werde. "Mit der Direktverrechnung zwischen Arzt und Krankenkasse gäbe es keinen Verwaltungsaufwand mehr und man könnte sich die Chipkartengebühr ersparen", sagte Haider.

Der Landeshauptmann verwies darauf, dass darüber bereits mit der Kärntner Gebietskrankenkasse diskutiert worden sei. Daher wäre für ihn denkbar, dieses Modell in die Praxis umzusetzen. Kritik übte er am Generalsekretär des Hauptverbandes, Josef Probst, welcher "mit diesen Spielen (gemeint ist offensichtlich der Verwaltungsaufwand) eine generelle Beitragserhöhung erzwingen will". (APA)

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