Streitdrama: 28-jähriger attakierte Pinkafelderin mit Butterfly-Messer

15. November 2001, 08:52
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Mutmaßlicher Täter hatte bei Festnahme 3,2 Promille

Eisenstadt - Der gewaltsame Tod einer 21-jährigen Frau aus Pinkafeld in der südburgenländischen Gemeinde Hackerberg beschäftigt seit Mittwoch Kriminalisten und Justiz im Burgenland.

Offenbar im Zuge eines Streits hatte ein 28-jähriger Steirer Frau mit einem Butterflymesser attackiert und ihr dabei die Kehle durchgeschnitten. Anschließend alarmierte der schwer betrunkene Mann selbst per Telefon die Gendarmerie. Bei seiner Festnahme hatte der mutmaßliche Täter 3,2 Promille Alkohol im Blut.

Eine Obduktion ergab als Todesursache bei der 21-Jährigen eine Eröffnung der Halsschlagader. Das Opfer war hilflos verblutet.

Die näheren Umstände des Verbrechens blieben vorerst weiterhin rätselhaft: "Es gibt kein greifbares Motiv für die Tat", so der Sprecher des Landesgerichts Eisenstadt, Richter Dr. Karl Mitterhöfer. Auch die Frage der Zurechnungsfähigkeit des mutmaßlichen Täters zum Zeitpunkt des Verbrechens müsse erst geklärt werden. Denn der Steirer, der bereits zuvor alkoholisiert war, dürfte jedenfalls auch nach der Tat weitergetrunken haben.

Der 28-Jährige, der zunächst nicht vernehmbar war, gab später an, dass er die 21-jährige Südburgenländerin erst seit etwa 14 Tagen gekannt habe. Die Tat dürfte sich am Mittwoch gegen 10.00 Uhr ereignet haben. Nach dem Eintreffen der Gendarmerie verließ der Mann auf Aufforderung das Haus und ließ sich widerstandslos festnehmen. An der Schwelle zum Badezimmer fanden die Beamten schließlich die blutüberströmte Leiche des Opfers.

Der mutmaßliche Gewalttäter soll heute, Donnerstag, in Eisenstadt der Untersuchungsrichterin vorgeführt werden, die über die Verhängung der U-Haft entscheidet. Bis zu einem möglichen Prozess sind aber noch zahlreiche Fragen zu klären. Ein Verfahren werde "heuer sicher nicht mehr" stattfinden, hieß es bei Gericht. (APA)

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