UNO-Sicherheitsrat ruft zu Teilnahme an Afghanistan-Konferenz auf

15. November 2001, 08:13
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Nordallianz und andere afghanische Bevölkerungsgruppen eingeladen

New York - Der UNO-Sicherheitsrat hat die Nordallianz und andere afghanische Bevölkerungsgruppen zur Teilnahme an der geplanten Konferenz über die Zukunft des Landes aufgefordert. Alle Gruppen sollten sich "ohne Verzögerungen, in gutem Glauben und ohne Bedingungen" an der Konferenz unter UNO-Vorsitz beteiligen, hieß es am Mittwoch in New York in der einstimmig verabschiedeten Resolution.

Die Konferenz mit Vertretern aller ethnischen Gruppen Afghanistans ist der erste Schritt eines Fünf-Punkte-Plans der UNO, der zur Bildung einer Übergangsregierung und zu einer neuen Verfassung für das vom Bürgerkrieg geplagte Land führen soll. Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates in New York forderten die UNO-Mitgliedsstaaten zur Bereitstellung militärischer und anderer Hilfen auf, damit in Afghanistan Vorkehrungen zur Sicherheit der Bevölkerung getroffen werden könnten.

Unterdessen teilte das US-Finanzministerium mit, dass im Kampf gegen die Finanzierung des Terrorismus weltweit bisher bisher Vermögenswerte in Höhe von mehr als 56 Millionen Dollar (63,3 Mrd. Euro/871 Mrd. S) eingefroren worden. Allein in den USA würden seit den Terroranschlägen vom 11. September 27 Millionen Dollar blockiert. Insgesamt hätten bisher 120 Länder entsprechende Anweisungen zum Einfrieren des Vermögens derjenigen Personen und Organisationen erlassen, die im Verdacht stehen, Verbindungen zum Netzwerk El Kaida des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden zu haben. (APA,ag.)

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