Wirtschaft: Vernunft hat sich durchgesetzt

15. November 2001, 15:56
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Mitterlehner: Einführung der Chipkarte muss Betriebe ent- nicht belasten

Wien - Die Wirtschaftskammer und der Wirtschaftsbund zeigen sich mit der Einsetzung einer Arbeitsgruppe zur Chipkartengebühr zufrieden. "Die Vernunft hat sich durchgesetzt, gefragt sind jetzt unbürokratische Regelungen", erklärte Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf (V) in einer Aussendung. Der stellvertretende Wirtschaftskammer-Generalsekretär Reinhold Mitterlehner meinte, man sei bereit, an einer Lösung mitzuarbeiten, "damit das zukunftsweisende Chipkartenmodell durch eine Mehrbelastung der Betriebe nicht gefährdet wird."

Kopf erklärte, der Wirtschaftsbund habe sich im Interesse der Betriebe gegen das geplante Prozedere bei der Abrechnung der Gebühr eingesetzt. Man lehne es ab, dass der Arbeitgeber in diesen "bürokratischen Prozess des Gebühreneintreibens" eingebunden bleiben soll.

Mitterlehner: Wegfall des Krankenscheins muss Betriebe entlasten

Mitterlehner begrüßte die Aufhebung der vorgesehenen Regelung und forderte ebenfalls eine unbürokratische Lösung. In der bisher geplanten Einhebungsvariante habe er eine administrative Mehrbelastung der Betriebe gesehen, die nicht zu vertreten gewesen sei: "Die Wirtschaft hat nicht 300 Millionen Schilling für das Chipkartenprojekt vorfinanziert, um in Zukunft als Inkassant der Chipkartengebühr herhalten zu müssen. Der Wegfall des Krankenscheins durch Einführung der Chipkarte muss die Betriebe ent- und darf sie nicht belasten", so Mitterlehner. (APA)

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