Wirtschaftskammer senkt Beiträge früher

14. November 2001, 18:31
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Ab 2002 Entlastung von rund 820 Millionen Schilling

Wien - Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) reduziert ab Beginn des kommenden Jahres die von mittleren und größeren Unternehmen eingehobenen Kammerumlagen 1 und 2 (KU1/KU2) auf einen Schlag statt wie bisher vorgesehen in Etappen bis 2004.

Einen dementsprechenden Antrag stellte WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz. Die auf Basis der Mehrwertsteuer berechnete KU1 wird damit mit Jahresbeginn 2002 um 40 Prozent billiger, die für die Lohnnebenkosten relevante KU2 sinkt um 30 Prozent. Unter dem Strich wird die WKÖ nun schon ab kommendem Jahr mit um 820 Mio. S (59,6 Mio. Euro) geringeren Kammerumlagen auskommen müssen.

Konjunkturflaute

Auf Basis des neuen Wirtschaftskammergesetzes wäre eine etappenweise Reduzierung bis 2004 möglich, um die angekündigte Senkung der Mitgliedsbeiträge um 30 Prozent zu erreichen. Das nun geplante Vorziehen der Senkungen betrifft den Bereich der Bundesorganisation, nicht jenen der Landeskammern. WKÖ-Vizepräsient Richard Schenz begründete den Schritt mit der aktuellen Konjunkturflaute, in der die Organisation einen raschen Beitrag zur Senkung der Lohnnebenkosten leisten wolle: "Unsere Unternehmen benötigen beste Rahmenbedingungen, um im verschärften internationalen Wettbewerb weiter bestehen zu können", erklärte der OMV-Generaldirektor und erinnerte die Bundesregierung an die bis 2003 versprochene Senkung der Lohnnebenkosten: "Je früher, desto besser."

"Technisch" sollen sich die vorgezogenen Verbilligungen für die Kammermitgliedschaft folgendermaßen abspielen: Der höchste "Hebesatz" für die nach dem Vorsteueraufkommen bemessene KU1 wird nun mit einem Schlag von derzeit 2 auf 1,2 Promille abgesenkt, was für das Kammermitglied eine Verbilligung von etwa 40 Prozent bedeutet. (APA, DER STANDARD, Printausgabe 15.11.2001)

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