Rückkehr internationaler Delegierter des Roten Kreuzes nach Kabul

14. November 2001, 17:53
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IKRK evaluiert nun dringendste Bedürfnisse der Bevölkerung im medizinischen Bereich

Genf - Drei internationale Delegierte des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sind am Mittwoch wieder nach Kabul zurückgekehrt. Sie verstärken dort die lokalen Mitarbeiter des IKRK. Nach den heftigen Kämpfen evaluiert die humanitäre Organisation in Mazar-i-Sharif und Kabul nun die dringendsten Bedürfnisse im medizinischen Bereich, sagte IKRK-Sprecherin Antonella Notari am Mittwoch in Genf. Zudem müssten die Gefallenen begraben werden, damit sie später identifiziert werden könnten.

Das IKRK hat medizinische Hilfsgüter in den Nachbarländern Afghanistans gelagert. Sobald die Organisation Sicherheitsgarantien von den Kommandanten der Nordallianz erhalte, werde das Material nach Afghanistan gebracht, sagte Notari. Das IKRK steht mit allen Kriegsparteien in regelmäßigem Kontakt, auch mit den USA, Großbritannien und den Taliban.

Seitdem die ausländischen IKRK-Mitarbeiter Afghanistan am 16. September, fünf Tage nach den Terroranschlägen in den USA, verlassen hatten, unterstützten die lokalen Angestellten die Bevölkerung. Nur vier internationale Angestellte blieben im ursprünglichen Gebiet der Nordallianz in Feisabad und Umgebung.

Die UNO brachte auch am Mittwoch eine erste Hilfslieferung vom usbekischen Termez aus nach Nordafghanistan, wie eine Sprecherin in Genf mitteilte. Ein Schiff mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Kleidung überquerte den Fluss Amu Darja und erreichte die Stadt Heiraton. (APA/sda)

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