Gates verkaufte erste "Xbox" selbst

15. November 2001, 13:26
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Österreichstart der Spielkonsole erst im März

Der Gründer des Softwarekonzerns Microsoft, Bill Gates, hat am Donnerstag kurz nach Mitternacht am New Yorker Times Square selbst die erste Spielekonsole "Xbox" verkauft. Mit dem Gerät für 299 US-Dollar steigt Microsoft erstmals in das Milliardengeschäft mit Spielekonsolen ein, das bisher von Nintendo mit dem GameCube und Sony mit der PlayStation dominiert wird. Analysten rechnen damit, dass die zunächst ausgelieferten rund 300.0000 Microsoft-Konsolen bereits am ersten Tag verkauft werden.

Am 14. März in Österreich

Der Start der X-Box erfolgt in drei Stufen: Nach dem Release in New York wird die X-Box in Japan ab 22. Februar, in Österreich und im restlichen Europa erst ab 14. März erhältlich sein. Der Preis für Österreich steht mit 479 Euro (6.591 S) aber schon fest, sagte Microsoft Österreich-Sprecher Thomas Lutz.

Wartezeit

Bis zu 16 Stunden hatten Videospielfans im Zentrum von New York gewartet, um als erste die seit langem angekündigte "Xbox" kaufen zu können. Gates schritt an der Schlange von Videospielfans wie ein Rockstar entlang, schüttelte ihnen die Hände und signierte ihre Spielekonsolen. Gates' Auftritt gehört zu der 500 Millionen US-Dollar teuren Werbekampagne für die "Xbox". Morgan-Stanley-Analystin Mary Meeker schätzt, Microsoft könnte insgesamt bis zu einer Milliarde US-Dollar investieren, bevor das Geschäft mit der Spielekonsole bei einem guten Verkauf 2004 die Gewinnschwelle erreicht.

Wöchentlich 100.000 Konsolen

In Nordamerika sollen laut Microsoft wöchentlich 100.000 Spielekonsolen ausgeliefert werden, so dass bis zum Jahresende bis zu 1,5 Millionen Geräte verkauft werden. Analysten rechnen dagegen bis dahin mit dem Verkauf von einer Million Konsolen. In Deutschland hat sich Microsoft einem Sprecher zufolge bis Ende Juni 2002 das Ziel von 1,5 Millionen ausgelieferten Geräten gesetzt. Die Start-Verzögerung sei darauf zurückzuführen, dass die Masse an Konsolen erst einmal gefertigt und die "Xbox" zudem der deutscher Fernseh-Norm PAL angepasst werden muss.

Pentium III und Acht-Gigabyte-Festplatte

Die "Xbox" hat mit einem 733-Megahertz-Pentium-III-Chip von Intel und einer Acht-Gigabyte-Festplatte Eigenschaften, die praktisch an PCs etwas älterer Generationen heranreichen. Mit dem Gerät können die Nutzer ins Internet gehen und DVDs abspielen. Zunächst sind für die "Xbox" 15 bis 20 Spiele zu haben. In den USA kostet die "Xbox" genauso viel wie die Sony-PlayStation, aber 100 Dollar mehr als der Nintendo GameCube. (Reuters/Red)

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