ÖGB-Reform: Allianz "infra" definiert die Ziele

16. November 2001, 14:21
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Strukturen der Fachgewerkschaften bleiben - Zusammenarbeit wird intensiviert

Wien - Die neue ÖGB-Struktur mit drei großen Blöcken und acht Branchenausrichtungen ist gestern beschlossen worden. Block eins rund um die Metaller und Privatangestellten überlegt eine Fusion, Block zwei mit sieben Fachgewerkschaften, darunter die Gemeindebediensteten, Bau-Holz und Eisenbahner, verstehen sich vorerst als Allianz unter dem Namen "infra". Aufgabe von "infra wird es sein, unter Beibehaltung der bestehenden Strukturen, "intensiv" zusammen zu arbeiten bei der Mitgliederbetreuung und der Unterstützung der Betriebsräte. Vereinfachungen und Kostensenkungen werden überlegt, heißt es im heute veröffentlichten Beschluss. Die Allianzgewerkschaften "werden sich gegenseitig solidarisch unterstützen, für die Vertretungsbereiche werden Fachausschüsse gebildet, die sich mit hoher Kompetenz um die Anliegen der in den Bereichen beschäftigten Arbeitnehmer annehmen", lautet der Beschluss. "infra" sei keine neue Gewerkschaft und trete auch nicht in Konkurrenz zum ÖGB oder anderen Gewerkschaften. Wo auch andere Gewerkschaften in den selben Vertretungsbereichen wirken, "ist mit diesen Gewerkschaften eine enge Kooperation im Rahmen der Fachausschüsse anzustreben." (APA)
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